Der Chor

Aus dem Wunsch einiger Düsseldorfer Studierender, anspruchsvolle Chormusik in kleiner Besetzung zu erarbeiten, fand sich im Herbst 2014 eine Gruppe ambitionierter junger Leute und schloss sich zu einem Kammerchor zusammen. Als künstlerischer Leiter konnte Mathias Staut gewonnen werden, die Organisation liegt hauptverantwortlich in den Händen einiger Chormitglieder, die seit der Vereinsgründung am 4. Juni 2016 auch den Vorstand des gemeinnützigen Vereins „junger kammerchor düsseldorf e.V.“ stellen und durch zahlreiche weitere ChorsängerInnen unterstützt werden.
Im Mai 2015 gab der junger kammerchor düsseldorf (jkd) sein Debüt mit dem Programm „Laudate“, in dem – angefangen bei Bachs bekanntem Choral „Nun ruhen alle Wälder“ bis hin zu modernen Komponisten wie Miškinis oder Lindberg – thematisch der Bogen von der Passionszeit bis zum Pfingstfest gespannt wurde.
Im November 2015 folgte eine Konzertreihe unter dem Titel „Urlicht“: Ein Programm, welches Vokalwerke verschiedener Künstler und Epochen umfasste, die sich mit Licht und Hoffnung beschäftigen. Ergänzt wurde das musikalische Programm durch ein Beleuchtungskonzept, das die bespielten Kirchen in stimmungsvolles Licht tauchte. Das Projekt wurde von der UNESCO als Aktion zum „Internationalen Jahr des Lichts 2015“ geführt. Die Einnahmen eines Benefizkonzerts mit diesem Programm im Dezember 2015 gingen an „Düsseldorf setzt ein Zeichen“.
Ein halbes Jahr nach dem ersten Konzert wurde der jkd bereits beim „Deutschen Chorgipfel 2015“ von Klassik Radio von einer Fachjury in die Finalrunde gewählt.

Mit dem Projekt „Aus Kindertagen“ widmete sich der jkd im Juni 2016 ganz dem Thema Kindheit – Bearbeitungen bekannter Kinderlieder waren ebenso wie alte Volkslieder und Wiegenlieder zeitgenössischer Komponisten Teil des vielfältigen A-Cappella-Programms. Unterstützt wurde die Zeitreise in die Kindheit mit selbstgestalteten Zeichnungen, neuen Übersetzungen von Texten und einer kurzweiligen Moderation. Neben den drei Haupt-Konzerten gab es auch einen kleinen Privatauftritt auf der Kinder- sowie der Palliativstation der Uniklink Düsseldorf.
Darüber hinaus nahm der jkd 2016 am 8. FEST DER CHÖRE in Dortmund teil und gestaltete gemeinsam mit dem Mediziner-Chor der Heinrich Heine Universität im Rahmen des NRW-Tages eine Mitsingaktion auf der Bühne des ESF (Europäischer Sozialfonds) im Auftrag des IQ Netzwerks.
In seinem vierten Projekt unter dem Titel „who made thee?“, welches im Dezember 2016 und Januar 2017 zur Aufführung gebracht wurde, beschäftigte der Chor sich mit den Figuren rund um die Weihnachtsgeschichte, besonders mit Maria als Mutter und Heilige. Ergänzung fand das musikalische Programm in visueller Untermalung der gesungenen Texte durch Projektionen an Wänden und Decke der Kirchen. Im November 2016 hat die Chorzeitschrift "Chorisma" einen ausführlichen Artikel über den jkd veröffentlicht: Chorisma, 06.11.2016

Das fünfte Programm fand zum ersten Mal gemeinsam mit Instrumentalisten statt – und zwar mit dem renommierten Raschèr Saxophone Quartet, das weltweit in den größten Konzerthäusern und mit den wichtigsten Orchestern und Chören konzertiert. Unter dem Motto "actus tragicus" wurden Werke zum Thema Leben und Tod, Abschied und Hoffnung zusammengebracht. Highlight war dabei die Uraufführung eines Arrangements der "Berliner Messe" von Arvo Pärt für Saxophonquartett und Chor.
Zeitgleich veröffentlichte der Chor seine erste CD "beata virgo", auf der eine Reihe an A-Capella-Werken, darunter auch zwei Ersteinspielungen, vertreten sind.

Mathias Staut studierte Kirchen- und Schulmusik sowie Dirigieren u. a. bei Anders Eby, Michael Alber und Friederike Woebcken. Darüber hinaus besuchte er Meisterkurse bei Steffen Schreyer, Morten Schuldt-Jensen, Stefan Parkman u. v. m. und hospitierte beim WDR Rundfunkchor, bei ChorWerk Ruhr und beim SWR Vokalensemble.
Er war musikalischer Assistent von Prof. Raimund Wippermann beim Mädchenchor am Essener Dom und hatte an der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung des Saarlandes einen Lehrauftrag für Dirigieren/Chorleitung inne. Im Rahmen einer Elternzeitvertretung war Mathias Staut zwei Jahre lang künstlerischer Leiter des Unichores der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Außerdem leitete er die Kammerchöre „bon canto“ in Bonn, "Cantiamo" in Mönchengladbach sowie das Collegium Vocale Koblenz und ist Mitbegründer sowie künstlerischer Leiter des semi-professionellen Vokalensembles „junger kammerchor düsseldorf”. Ein Schwerpunkt dieses Ensembles ist die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, was immer wieder in Uraufführungen mündet.
Seit Herbst 2015 ist er musikalischer Leiter des Hauptchores und des Opernchores beim Düsseldorfer Mädchen- und Jungenchor. Im Frühjahr 2016 war Mathias Staut beim renommierten LandesJugendChor Saar als Gastdirigent eingeladen. Mit diesen Ensembles unternahm er Konzertreisen ins europäische Ausland und nach Nordamerika. Aktuell ist er Jury-Mitglied beim WAC-Contest 2016 des international erfolgreichen Komponisten Alwin M. Schronen.

Weitere Informationen unter: www.mathiasstaut.de