Der Chor

Aus dem Wunsch einiger Düsseldorfer Studierender, anspruchsvolle Chormusik in kleiner Besetzung zu erarbeiten, fand sich im Herbst 2014 eine Gruppe ambitionierter junger Leute und schloss sich zu einem Kammerchor zusammen. Als künstlerischer Leiter konnte Mathias Staut gewonnen werden, die Organisation liegt hauptverantwortlich in den Händen einiger Chormitglieder, die seit der Vereinsgründung am 4. Juni 2016 auch den Vorstand des gemeinnützigen Vereins „junger kammerchor düsseldorf e.V.“ stellen und durch zahlreiche weitere ChorsängerInnen unterstützt werden.

Nach vier A-Cappella-Projekten fand im Juni 2017 zum ersten Mal gemeinsam mit Instrumentalisten statt – und zwar mit dem renommierten Raschèr Saxophone Quartet, das weltweit in den größten Konzerthäusern und mit den wichtigsten Orchestern und Chören konzertiert. Unter dem Motto "actus tragicus" wurden Werke zum Thema Leben und Tod, Abschied und Hoffnung zusammengebracht. Highlight war dabei die Uraufführung eines Arrangements der "Berliner Messe" von Arvo Pärt für Saxophonquartett und Chor.
Zeitgleich veröffentlichte der Chor seine erste CD "beata virgo", auf der eine Reihe an A-Cappella-Werken, darunter auch zwei Ersteinspielungen, vertreten sind.

Im Mai 2018 unternahm der jkd seine erste Konzertreise ins Ausland und war als einziger deutscher Chor beim internationalen Chorfestival NANCY Voix du Monde dabei.

Bisherige Projekte:

„Laudate“ (Mai 2015)
Debütprogramm, das thematisch den Bogen von der Passionszeit bis zum Pfingstfest spannte.

„Urlicht“ (November 2015)
Programm, das durch Beleuchtungskonzept und vorgetragene Texte während und zwischen den Stücken bestach und im Rahmen des „Internationalen Jahr des Lichts 2015“ der UNESCO stattfand.
Die Einnahmen eines Benefizkonzerts mit diesem Programm im Dezember 2015 gingen an „Düsseldorf setzt ein Zeichen“.

„Aus Kindertagen“ (Juni 2016)
Chormusik rund um das Thema Kindheit. Handgezeichnete Illustrationen zu Rutters „Five Childhood Lyrics“ sowie eine abwechslungsreiche Moderation ergänzten das Programm.
Neben den drei Haupt-Konzerten gab es auch einen kleinen Privatauftritt auf der Kinder- sowie der Palliativstation der Uniklink Düsseldorf.

„who made thee?“ (Dezember 2016/Januar 2017)
Musikalische Auseinandersetzung mit den zentralen Figuren der Weihnachtsgeschichte, die durch Projektionen an Decke und Wände der Kirchen untermalt wurde.

"actus tragicus" (Juni 2017)
Kooperationsprojekt mit dem Raschér Saxophone Quartet, das sich mit den Themen Tod und Hoffnung über den Tod hinaus beschäftigte. Highlight war die Uraufführung einer eigens angefertigten Bearbeitung für Saxophonqartett und Chor von Arvo Pärts Berliner Messe.

"der Welt abhanden gekommen" (November/Dezember 2017)
Projekt, welches das Gefühl des Verlorenseins und Gefundenwerdens thematisierte. Umrahmt mit Schattenspielen trug u.a. Sandra Martini - Verkäuferin der Düsseldorfer Straßenzeitung fiftyfifty - ihren Text "Schattendiva" vor. Der Erlös ging an fiftyfifty.

„Hinter der Sonne“ (Mai/Juni 2018)
Passend zur Teilnahme am internationalen Chorfestival in Nancy, Frankreich, beschäftigte sich das Projekt mit den Themen Reisen, Heimat und Fremde. Eine umfassende Moderation und die Projektion von Begriffen, welche das Publikum in Verbindung mit „Heimat“ und „Reisen“ nannte, umrahmten das musikalische Programm.

 

Mathias Staut studierte Kirchen- und Schulmusik sowie Dirigieren und Kulturmanagement in Saarbrücken, Köln, Düsseldorf, Trossingen und Bremen.

Mathias Staut war musikalischer Assistent beim Mädchenchor am Essener Dom und hatte an der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung des Saarlandes einen Lehrauftrag für Chorleitung inne. Außerdem war er künstlerischer Leiter des Unichores der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und des Düsseldorfer Mädchen- und Jungenchores sowie Gastdirigent beim LandesJugendChor Saar.

Heute ist Mathias Staut Studienrat am Städtischen Comenius-Gymnasium in Düsseldorf und künstlerischer Leiter des jungen kammerchors düsseldorf. Darüber hinaus leitet er im Rahmen eines Lehrauftrags an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster den Oratorienchor Münster, ist musikalischer Leiter des Basilikachores und -orchesters an der Päpstlichen Basilika zu Kloster Steinfeld in der Eifel sowie Chordirektor des Theaterchores am Theater und Konzerthaus in Solingen.

Weitere Informationen unter: www.mathiasstaut.de