Der Chor

2015 entstand in Düsseldorf ein neuer, junger Chor, der es sich auf die Fahne geschrieben hat, Chormusik neu zu denken und zu gestalten. Dem Wunsch, interessante und anspruchsvolle Vokalmusik in übersichtlicher Besetzung zu erarbeiten und in besonderen Konzepten im Raum Düsseldorf aufzuführen folgten eine Vereinsgründung und bis heute ein knappes Dutzend Konzertprogramme. Bei diesen legt der junge kammerchor düsseldorf (jkd) Wert darauf, einerseits Schätze der A-Cappella-Literatur einem breiteren Publikum näherzubringen, andererseits regelmäßig mit jungen Komponist*innen und Künstler*innen zusammenzuarbeiten. Die Musik soll dabei nicht nur für sich stehen, sondern in Kontext gesetzt und im Rahmen von Gesamtkonzepten vermittelt werden. Dazu gehörten bisher thematisch aufbereitete Konzerte beispielsweise rund um Heimat und Fremde, soziale Abgeschiedenheit oder dem Leben und Werk William Shakespeares (präsentiert als Wandelkonzert im Theatermuseum Düsseldorf). Zur Konzeption gehörten darüber hinaus bereits Rezitationen, Publikumsinteraktionen, Schauspieleinlagen oder Beleuchtungskonzepten.

Im Juni 2017 führte der jkd gemeinsam mit dem renommierten Raschèr Saxophone Quartet ein eigens angefertigtes Arrangement von Arvo Pärts „Berliner Messe“ auf.  Zeitgleich veröffentlichte der Chor seine erste CD "beata virgo", auf der eine Reihe an A-Cappella-Werken, darunter auch zwei Ersteinspielungen, vertreten sind.

Im Mai 2018 folgte der jkd als Vertreter der deutschen Chorszene einer Einladung zum internationalen Chorfestival NANCY Voix du Monde nach Frankreich.

Im Oktober 2018 gestaltete der jkd gemeinsam mit der Theatergruppe DIE CHEMIKER die Uraufführung der Schauspielbearbeitung "Macbeth. Die dunkle Lady" mit Musik von Johannes Karst.

Im Juni 2019 war der jkd zum Festkonzert des Eifeler Musikfests geladen und musizierte gemeinsam mit dem Kourion Orchester Münster sein erstes Oratorium: Haydns "Die Jahreszeiten".

Von der Gründung bis Juni 2019 war Mathias Staut musikalischer Leiter des jkd.

Bisherige Projekte:

„Laudate“ (Mai 2015)
Debütprogramm, das thematisch den Bogen von der Passionszeit bis zum Pfingstfest spannte.

„Urlicht“ (November 2015)
Programm, das durch Beleuchtungskonzept und vorgetragene Texte während und zwischen den Stücken bestach und im Rahmen des „Internationalen Jahr des Lichts 2015“ der UNESCO stattfand.
Die Einnahmen eines Benefizkonzerts mit diesem Programm im Dezember 2015 gingen an „Düsseldorf setzt ein Zeichen“.

„Aus Kindertagen“ (Juni 2016)
Chormusik rund um das Thema Kindheit. Handgezeichnete Illustrationen zu Rutters „Five Childhood Lyrics“ sowie eine abwechslungsreiche Moderation ergänzten das Programm.
Neben den drei Haupt-Konzerten gab es auch einen kleinen Privatauftritt auf der Kinder- sowie der Palliativstation der Uniklink Düsseldorf.

„who made thee?“ (Dezember 2016/Januar 2017)
Musikalische Auseinandersetzung mit den zentralen Figuren der Weihnachtsgeschichte, die durch Projektionen an Decke und Wände der Kirchen untermalt wurde.

"actus tragicus" (Juni 2017)
Kooperationsprojekt mit dem Raschér Saxophone Quartet, das sich mit den Themen Tod und Hoffnung über den Tod hinaus beschäftigte. Highlight war die Uraufführung einer eigens angefertigten Bearbeitung für Saxophonqartett und Chor von Arvo Pärts Berliner Messe.

"der Welt abhanden gekommen" (November/Dezember 2017)
Projekt, welches das Gefühl des Verlorenseins und Gefundenwerdens thematisierte. Umrahmt mit Schattenspielen trug u.a. Sandra Martini - Verkäuferin der Düsseldorfer Straßenzeitung fiftyfifty - ihren Text "Schattendiva" vor. Der Erlös ging an fiftyfifty.

„Hinter der Sonne“ (Mai/Juni 2018)
Passend zur Teilnahme am internationalen Chorfestival in Nancy, Frankreich, beschäftigte sich das Projekt mit den Themen Reisen, Heimat und Fremde. Eine umfassende Moderation und die Projektion von Begriffen, welche das Publikum in Verbindung mit „Heimat“ und „Reisen“ nannte, umrahmten das musikalische Programm.

"Macbeth. Die dunkle Lady" (Oktober 2018)
Kooperationsprojekt mit der Theatergruppe DIE CHEMIKER. William Shakespeares bekanntes Werk in einer neuen Bearbeitung von Juliane Sattler mit Musik für Chor a cappella von Johannes Karst.

"and this gives life to thee" (Fabruar 2019)
Wandelkonzert im Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf. A-Cappella-Vertonungen von Shakespeare-Texten, Reziatationen, eine eigens eingerichtete Ausstellung mit Theaterrequisiten, Raum- und Stimmungswechsel sowie eine umfangreiche Moderation führten einmal quer durch Shakespeares Leben und seine Werke.

"Haydns "Die Jahreszeiten"" (Juni 2019)
Weltliches Oratorium mit Orchester und Solist*innen. Die Geschehnisse des sehr bildreichen Werks wurden von der Videokünstlerin Anastasija Delidova in Projektionen an den Kirchenwänden visualisiert.